Tourdaten      

 01.07.2018   Hoyerswerda,

Irish Pub "Black Raven"

 

04.08.2018 Rostock Gelbensande

"Waldcafe & Restaurant mit          Biergarten"

 

08.Dez.2018

Hoyerswerda, Irish Pub            "Black Raven"- verschoben !!!

 

30.März 2019

Hoyerswerda, Irish Pub

"Black Raven"

 

20.Juli 2019

Hoyerswerda, "Speicher  No.1"

 

 

 

 

Album "Das Leben ist bunt"
Album "Das Leben ist bunt"
Single"Sehnsucht"
Single"Sehnsucht"
Newcomer Rock CD Vol.1
Newcomer Rock CD Vol.1

HAASE-Fantreffen 06.8.-08.8.2010

Das letzte Wochenende stand bei uns ganz im Zeichen von HAASE & Band. Das erste offizielle HAASE - Fantreffen fand in der Illingmühle im Gimmlitztal statt. Tina Müller, die junge Frau, die man bei Konzerten oft an ihren weißen Hut erkennt und Dieter Popp, der Besitzer der Illingmühle haben dieses Treffen an diesem Ort ermöglicht. Insbesondere Tina hat viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung investiert. Während des gesamten Wochenendes war sie dann auch der gute Geist  des Fantreffens. Ich denke, dass sie die Sache großartig gemanagt hat. Wenn ich einen Hut auf hätte, würde ich ihn jetzt vor Tina ziehen. Hinter uns liegen  großartige und zugleich anstrengende Stunden, bei denen Musiker und Fans mal abseits von Tourstress und Zeitdruck zusammen geredet, gelacht und gefeiert haben. Selbstverständlich kam die Musik dabei auch nicht zu kurz. Der Ort der Veranstaltung war dafür bestens geeignet. Tief versteckt im Erzgebirge in der Nähe von Frauenstein liegt das Gimmlitztal, ein kleines Tal mit 7 Gehöften und mittendrin die Illingmühle. Mühlenbesitzer Dieter Popp organisiert hier  ja seit ein paar Jahren am Pfingstsonntag eine Session mit befreundeten Musikern und diese Feier ist mittlerweile weit und breit bekannt. Christian Haase ist dort bereits  6 Mal dabei gewesen. Auch wir waren schon mehrmals bei der Pfingstsession zugegen.
 

 

Das Fantreffen begann am Freitag mit der Anreise der ersten Gäste und einem gemütlichen Abend bei Lagerfeuermusik, Leckerem vom Grill und allem was dazu gehört. Es waren letztendlich rund 30 Leute, die sich dazu in der Illingmühle versammelt hatten. Das Lagerfeuer fiel leider dem Starkregen zum Opfer. Doch das war nicht wirklich schlimm, denn die Sache wurde einfach in die Mühle verlegt und die Lagerfeuermusik wurde eben ohne Lagerfeuer gespielt. Wir stellten einfach mehrere Biertischgarnituren zusammen und es war so genug Platz für alle.  Es war eine lockere und zwanglose Runde, bei der viel gelacht wurde. HAASE und Axel Stiller packten ihre Gitarren aus und spielten „quer durch den Gemüsegarten“ Lieder auf Zuruf. Die beiden Musiker hatten ja schon mehrmals gemeinsam musiziert und sie verstehen sich einfach blind. Beide liegen auf einer Wellenlänge. Das Ganze war dann wirklich ein buntes Sammelsurium aus Musik, Sprüchen und gepflegten Blödeleien. Es fing bei ihren eigenen Liedern an, ging über studentische Trinklieder(„Papst und Sultan“) und russische Volksweisen bis hin zu Keimzeit. Das „Kling Klang“ der Leisegang – Gang hatte ich mir gewünscht, weil ich mal kurz eine Auszeit brauchte und nichts Wichtiges verpassen wollte. Patti von UNBEKANNT VERZOGEN hat die beiden zeitweise auf dem Cajón begleitet. Bei Musik, Bratwurst und Bier verging die Zeit wie im Flug und der blöde Regen konnte uns mal kreuzweise. Die fröhliche Runde loste sich erst weit nach Mitternacht auf.

 

Nach ein paar Stunden Schlaf stand der zweite Tag des Fantreffens an. Ich gönnte mir nach dem Frühstück einen ausgiebigen Spaziergang über den Marktplatz von Frauenstein und seine angrenzenden Straßen sowie anschließend ein leckeres Mittagessen. Dann war es wieder Zeit zur Illingmühle aufzubrechen. Der Himmel weinte schon wieder  ausgiebig und ganz sicher nur aus Freude über unser aller Erscheinen im Gimmlitztal. Kurz nach dem Mittag nahm die ganze Sache langsam und gemütlich wieder Fahrt auf. Schlagartig gab es auch über weite Strecken keinen Regen mehr. Es reisten weitere Gäste und Musiker an. Endlich war wirklich mal Zeit und Muse miteinander ins Gespräch zu kommen. Das war schon interessant bzw. spannend mal über Lebensansichten, Politik und Zeitgeschehen zu plaudern. Selbstverständlich  blödelten wir hier und da einfach mal herum, aber auch das gehört dazu. Jedenfalls haben wir auch viel gelacht. Zwischenzeitlich schritt die Zeit voran, der Grill arbeitete auch schon wieder auf Hochtouren und gegen 18.00 Uhr wurde es dann hoch musikalisch. HAASE sagte die ersten Musiker an. Der in Berlin lebende amerikanische Sänger, Gitarrist und Komponist Wayne Grajeda spielte begleitet von René Schostak (HAASE - Band) ein paar seiner Lieder. Für meine Begriffe war das ganze musikalisch ein schönes Gemisch aus Rock, Blues und dem einen oder anderen Schuss Soul dazu. Der Mann hat eine sehr eindringliche Stimme und man spürte auch, dass Wayne ein leidenschaftlicher und ehrlicher Musiker ist. René Schostak spielte dazu auf der E-Gitarre  und da gab es manch munteres Solo zu hören. Tina Powileit verstärkte das Duo mit ihrer Trommelkiste(Cajón) und das machte die ganze Sache noch runder.

 

Nach einem notwendigen Soundcheck nahmen dann 6 Musiker aus der Lausitz das Heft des Handelns in die Hand. Komischerweise kannte ich die Jungs auch noch. Es handelte sich um KLARtext.  Also Zufälle gibt es...

Auf der kleinen Bühne waren die Musiker in ihren Bewegungen ganz schön eingeschränkt. Insbesondere Frontmann Jörg "Samson" Geidel wird der Auslauf doch gefehlt haben und mich verwirrte die fehlende Action auch leicht. Leider fehlte die Beamershow mit den Kunstwerken von Tom Glöß ebenfalls. Dafür kommt bei KLARtext neuerdings wieder öfter eine Akustikgitarre zum Einsatz. „Trampen nach Süden“ ist das neueste Lied der Band und es zeigt die Band mal von einer ganz anderen musikalischen Seite. Außerdem wird das Programm der Band seit wenigen Wochen durch  ein Paar Stücke von Gerhard Gundermann ergänzt. Auch in der Illingmühle wurde auf die Gundi – Songs nicht verzichtet. Diese widmeten sie ihrem im letzten Jahr verstorbenen Freund  Bernd Nitzsche. Bernd war Mitbegründer der legendären Hoyerswerdaer Brigade Feuerstein in der auch Gerhard Gundermann wirkte. Nach Gundis Tod nahm sich Nitzsche in seinen Programmen verstärkt der Lieder von Gundermann an. In Nitzsches F-Band spielte zeitweise auch der KLARtext’ler Mario „Lakki“ Lakotta. Für Tina, die  Organisatorin des Fantreffens gab es seitens von KLARtext auch noch eine Überraschung. Sie wurde auf die Bühne gebeten und durfte beim „Gipfelstürmer“ den Bass von Gelli übernehmen. Es war der Band nämlich nicht verborgen geblieben, dass Tina in ihrer Freizeit auch Bass spielt. Nachdem Tina ja schon die eine oder andere Trockenübung als Gitarristin bei den Konzerten der PUHDYS absolvierte, war das nun ihre echte Livepremiere. HAASE bedankte sich bei KLARtext anschließend auch auf besondere Weise. Er bot den Jungs an, dass sie im Januar in der KUFA Hoyerswerda als Support-Band für HAASE & Band auftreten dürfen.

 

Axel Stiller war auch endlich wieder im Gimmlitztal eingetroffen. Er musste nämlich zwischenzeitlich heim und seine Katze retten. Das eigensinnige Tier hatte etwas gefressen, was höchst lebensgefährlich war und der Gang zum Tierarzt war die letzte Rettung für den Stubentiger. Doch nun hatte Axel den Kopf wieder frei und er konnte uns mit seinen Liedern erfreuen. Vor 2 Jahren hatte ich Stiller erstmals musizieren gehört und seitdem  habe ich ihn schon mehrmals erlebt. Er hat in dieser Zeit unheimlich viel Bühnenerfahrung gesammelt und das ist auch nicht zu übersehen bzw. zu überhören. Neben seinen bereits bekannten Liedern spielte er auch neue Songs. Ganz besonders das Lied von der Taube, welche mit einer Botschaft auf Reisen gehen soll, gefiel mir wegen dem poetischen Text sehr. Mit „Learning By Burning“ von Stoppok hat Axel dann auch mal seinem Affen Zucker gegeben. Diese Art von Humor liegt mir ja sehr.

 

Patti Heidrich und Marcus Schloussen von UNBEKANNT VERZOGEN wurden an diesem Abend von Christian Haase und Tina Powileit unterstützt. Pattis Stimme, die akustische Gitarre von Haase und Tina mit ihrem Cajón  breiteten den musikalischen Teppich aus auf dem sich Patti mit ihrer Stimme voll entfalten konnte. Die eingängige Melodien und die sehr einfühlsamen Texte sind das Markenzeichen von UNBEKANNT VERZOGEN. Wenn man so will, ist es Musik mit Tiefgang. Patti’s Stimme klingt  zeitweise zart, verletzlich und dann wieder kräftig, aber immer unverkennbar nach Patti. Der „Warte-Blues“ und die „Nachtvögelin“ waren sicherlich eine gute Wahl für diese Kurzvorstellung der Band.Leider war der Auftritt mit 3 Liedern insgesamt etwas kurz geraten. Für die anwesenden Gäste, die UNBEKANNT VERZOGEN noch nicht gehört hatten, war ihr Auftritt sicherlich ein Appetithappen.

 

Es war mittlerweile 23.15 Uhr und die Stimmung in der Illingmühle war bestens. HAASE & Band traten nun endlich zum Heimspiel vor der eigenen Fangemeinde an. Die  „Besseren Zeiten“ standen diesmal nicht im Stau, sondern brachen in just diesem Moment im Gimmlitztal an. Die Band in der Besetzung Daniela Schwabe(Bass), Tina Powileit(Schlagzeug) und  René Schostak(Gitarre) stärkte ihrem Frontmann Christian Haase ordentlich den Rücken. Haase & seine Mitstreiter präsentierten sich locker, gut gelaunt und spielfreudig.

Natürlich brauchten die Fans auf „Fledermäuse“, „Benzin im Kopf“ und die „Gute Fee“ nicht lange zu warten. Christian Haase wandelt ja zwischen Liedermacherei und Rockmusik hin und her. Er hat beides absolut drauf und er ist sowohl bei seinen Soloauftritten als auch bei Band-Konzerten absolut empfehlenswert. Bei Haase gibt es keinen Einheitsbrei aus dem Dudelfunk. In der Illingmühle gab es wieder seine ganze musikalische Bandbreite von Balladen bis zu eingängigen Rocksongs. Dieser Bursche hat seinen eigenen Kopf und den benutzt er wirklich zum Denken. Wer Haases Lieder und Konzerte schon kennt, weiß was ich meine. Jedes Lied ist eine kleine Geschichte und bietet Stoff zum Nachdenken. Auch in den Ansagen versteckt sich so manche Botschaft. Die Haase – Band klang die ganze Zeit sehr gitarrenlastig und das war wirklich auch mal gut. Für das Keyboard war nämlich kein Platz auf der Bühne und Multiinstrumentalist Andy Wieczorek fehlte auch entschuldigt, denn er war an diesem Wochenende mit Polkaholix beim Ringsted Festival in Dänemark zugange. „Weiße Wolke“ und Lass mich“ sollten den offiziellen Konzertteil beenden. Doch das war bei den lauten Zugaberufen natürlich Quatsch. HAASE & Band sahen das genauso und kehrten für ein paar Lieder auf die Bühne zurück. Doch bald war wirklich Schluss mit den offiziellen und geplanten musikalischen Beiträgen.

 Das war aber noch lange nicht das Ende, denn Minuten Später ging das musikalische Treiben munter in einen anderen Raum weiter. Die Illingmühle hat nämlich auch noch einen seperaten Proberaum zu bieten. Dort  machten die Musiker aus Lust und Laune heraus eine Session, di erst in den Morgenstunden endete. Als ich mich gegen 04.00 Uhr Richtung Nachtquartier zurückzog,  war dort noch lange nicht Feierband. Ich habe mir später sagen lassen, dass dort erst gegen 05.30 Uhr ganz allmählich Ruhe einkehrte. Am Sonntag gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück in freier Natur und  das bei strahlendem Sonnenschein. Gemeinsam wurde in der Mühle aufgeräumt, die Technik abgebaut und verstaut. Mittags gab es für alle Anwesenden noch Soljanka. Nach und nach lichteten sich dann die Reihen, denn die ersten Gäste traten die Heimreise an. Uns ist das aber erst viel Später gelungen, denn wir haben uns ganz einfach festgequatscht. Eine Zigarette rauchen wir noch, dann fahren wir aber…dieser Satz viel mehrmals und doch wurde die Abreise von einem kleinen Häuflein Unentwegter immer weiter aufgeschoben. Der Basskran Marcus, Patti, Hähle, Tina, Christina und Dieter von der Illingmühle sowie meine Wenigkeit saßen unter einen kleinen Kastanienbaum und quatschten uns einfach fest. Natürlich drehten sich die Gespräche hauptsächlich um Musik. Der Basskran und Hähle spielten sich geschickt die Bälle zu und wir stöberten in der Geschichte des Ostrocks.  So manche Anekdote brachte uns gemeinsam zum Lachen. Wenn man so will, waren es Geschichtsstunden und das aus erster Hand.  Manches war neu für mich.   Marcus hat zum Beispiel erzählt wie sich 1999 sein Einstieg bei Renft vollzog und Hähle erzählte auch noch so manchen Schwank aus der  Jugendzeit. Gegen 18.00 Uhr haben wir es dann doch geschafft in Richtung Heimat aufzubrechen. Müde, erschöpft und trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht kam ich dann gegen 19.30 Uhr daheim an.

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