Tourdaten 2018      

 01.Juli   Hoyerswerda, Irish Pub

             Black Raven

 

04.Aug.  Rostock Gelbensande

             Waldcafe & Restaurant mit              Biergarten

 

08.Dez.  Hoyerswerda, Irish Pub

             Black Raven

 

 

 

 

Album "Das Leben ist bunt"
Album "Das Leben ist bunt"
Newcomer Rock CD Vol.1
Newcomer Rock CD Vol.1
Single"Sehnsucht"
Single"Sehnsucht"

Konzertbericht vom 20.06. Alte Wasserkunst Bautzen und 21.06.2009 Kamenz

Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mal in die Alte Wasserkunst in Bautzen zu einem KLARtext-Auftritt fahren würde. Dieser Turm ist eigentlich das Wahrzeichen von Bautzen und Millionen Menschen kennen dieses von Wenzel Röhrscheidt dem Älteren im Jahr 1558 in seiner heutigen Form errichtete Gebäude aus persönlicher Ansicht oder zumindest von Fotos.Der sich nach oben verjüngende runde Turm mit den charakteristischen Rundbogenblenden und der leicht nach hinten versetzten Turmspitze  ist  heute ein technisches Museum undein sehr beliebtes Ausflugsziel. Von der Aussichtsplattform hat man außerdem einen herrlichen Blick auf die Spree, die Friedensbrücke oder das Lausitzer Bergland. Was hat das Ganze nun mit KLARtext zu tun? Bis vor wenigen Tagen gar nichts, aber  jetzt eine ganze Menge. Von der Zusammenarbeit der Band mit dem Maler und Texter Tom Glöß im Rahmen des TEROBI-Projek tes hatte ich ja unlängst hier berichtet. Seit 05.Juni sind Tom’s Originalbilder  mit den Texten der entsprechenden KLARtext-Lieder in den Räumlichkeiten des altehrwürdigen Gemäuers zu besichtigen. Vergangenen Sonnabend
wurde den geladenen Gästen und der interessierten Öffentlichkeit diese Ausstellung  in einer ganz besonderen Form präsentiert, denn neben dem Maler selbst  war auch KLARtext anwesend. Nach ein paar erklärenden Begrüßungsworten konnten sich die Gäste umschauen und die Band spielte später  ca. 45 Minuten ein paar der in den Bildern verarbeiteten  Lieder.
Es ging zwar eng zu in der Alten Wasserkunst, die Leute standen beim Konzert zum Teil auf der Treppe, aber das hatte seinen ganz eigenen Reiz. Beim anschließenden Empfang  kamen Künstler und Gäste bei entspannter, lockerer Atmosphäre weiter ins Gespräch. Nur Lissi und ich konnten nicht mehr allzu lange bleiben, da wir noch einen anderen Termin in Spremberg hatten. Aber wir waren da gar nicht so traurig drüber, denn zum Wasserkunstfest im August wird KLARtext ein komplettes Konzert spielen und außerdem stand uns ja auch noch der Sonntag bevor.

Der 21.06. ist bekanntlich der internationale Tag der selbstgemachten Musik. Weltweit spielen an diesem Tag Amateure und Profis in verschiedenen Städten auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Seinen Anfang machte das Ganze mal in Frankreich. Deshalb heißen diese Veranstaltungen auch Fete de la Musique. Die Stadt Kamenz beteiligt sich seit ein paar Jahren auch an der Fete. KLARtext spielte dort im Rahmen der Veranstaltung auf dem Markt, genau da wo einst auch mal die PUHDYS gespielt haben, bevor sie den Hutberg eroberten.
Als wir  in Kamenz ankamen, war die Band schon beim Soundcheck. Tom Glöß, der sympathische und „verrückte“(wohl gemerkt, im positiven Sinne) Künstler war auch wieder mit von der Partie. Die Band und Tom verstehen sich übrigens hervorragend und beide Seiten haben Spaß an der Zusammenarbeit und profitieren voneinander. Mittlerweile kann man den Herrn Glöß wohl wirklich als beinharten Fan bezeichnen. Mich freut das natürlich.
Kurz nach 18.00 Uhr legte KLArtext los und alles war bis anfangs im grünen Bereich.
Die Band rockte drauf los, es waren  viele aufmerksame Zuhörer da und der Ton stimmte soweit.

Zu erwähnen ist, dass KLARtext  einen Titel diesmal  dem verstorbenen Musiker Bernd Nitzsche widmeten und das war den Jungs wirklich eine Herzensangelegenheit, verband sie doch mit  Bernd Nitzsche eine tiefe und jahrelange Freundschaft. Gitarrist Mario „Lakki“ Lakotta hat mit ihm zum Beispiel auch in der F-Band gespielt. Lange bevor ich KLARtext kennenlernte, hatte ich die F-Band übrigens mal in Berlin auf der Gundermann-Party im Kulturhaus „Peter Edel“ gesehen.Das war genau am 16.11.2002. Nitzsche war  später auch oft und gerne bei den Konzerten von KLARtext anwesend.Wenn Not am Mann war half er da auch schon mal beim Soundcheck und an der Technik aus.

Ab und zu  sah ich in den folgenden Minuten schon besorgt zum Himmel, denn der Wind hatte stark zugenommen und trieb die Regenwolken über dem Marktplatz zusammen.
Es dauerte auch nicht mehr lange und es wurde von oben naß. Die ersten Leute nutzten die naheliegenden Hauseingänge oder die Überdachung des Getränkestandes als trockenen Unterstand. Soweit wäre das ja auch kein Problem weiter gewesen, aber die Bühne war nicht gerade wettertauglich. Es sammelten sich Pfützen auf der Bühne und das Wasser lief auch auf die Anlage und die ganzen Verteilersteckdosen waren auch schon in Mitleidenschaft gezogen.

Inzwischen goß es wie aus Kannen.Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es irgendwo einen Stromschlag ooder einen „Kurzen“gegeben hätte. Es war einfach  nicht mehr zu verantworten, dass die Band weiter spielte. Folgerichtig brachen Veranstalter und Band das Konzert ab, da eine Wetterbesserung auch nicht in Aussicht stand.  So wurden aus den geplanten 60 leider nur 45 Minuten KLARtext live in Kamenz. Was mich bei all dem Ärger aber gefreut hat, war das faire Publikum. Die Kamenzer haben der Band selbst bei dem miesen Wetter so lange es ging zugehört, hatten aplaudiert und sie hatten dann auch Verständnis für den Abbruch der Mugge.Da wir vollkommen durchnässt waren, fuhren Lissi und ich dann auch ziemlich bald schnurstracks heim.

 

geschrieben von Gundolf

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